{"id":75,"date":"2012-07-18T10:10:26","date_gmt":"2012-07-18T10:10:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/?p=75"},"modified":"2012-08-05T10:16:22","modified_gmt":"2012-08-05T10:16:22","slug":"unterwegs-im-wakhankorridor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/07\/18\/unterwegs-im-wakhankorridor\/","title":{"rendered":"Unterwegs im Wakhankorridor"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl ich mich auf die Weiterfahrt durchs Wakhantal freue, f\u00e4llt mir der Abschied von Lalmo schwer. Sie war uns in den letzten Tagen eine so herzliche und aufmerksame Gastgeberin und liess uns in vielen Kleinigkeiten sp\u00fcren, wie sehr sie sich \u00fcber unsere R\u00fcckkehr nach einem Jahr freute. Auch ihre Tochter und die Schwester aus Moskau (die mir letztes Jahr ein Kleid n\u00e4hte) behandelten uns wie Freunde der Familie.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000464_abschied-von-lalmo\/\" rel=\"attachment wp-att-78\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-78\" title=\"P1000464_Abschied von Lalmo\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000464_Abschied-von-Lalmo-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000464_Abschied-von-Lalmo-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000464_Abschied-von-Lalmo-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000464_Abschied-von-Lalmo.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist Sonntagmorgen und wir sind fr\u00fch unterwegs. Es ist noch ziemlich k\u00fchl. Da das Tal bis Ishkashim nach S\u00fcden ausgerichtet ist, fahren wir lange im Schatten. Die Strasse ist asphaltiert, in den n\u00e4chsten Tagen aber mit immer gr\u00f6sseren Abschnitten, wo der Belag fehlt oder durch groben Schotter ersetzt ist. Teeh\u00e4user gibt es hier leider keine mehr.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000582_rast-vor-magasin\/\" rel=\"attachment wp-att-89\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-89\" title=\"P1000582_Rast vor Magasin\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000582_Rast-vor-Magasin-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000582_Rast-vor-Magasin-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000582_Rast-vor-Magasin-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000582_Rast-vor-Magasin.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In den D\u00f6rfern findet man h\u00f6chstens einen Laden, wo wir Mineralwasser kaufen, manchmal einen Fruchtsaft. Pausen machen wir am Strassenrand, suchen bequeme Steine, um uns zu setzen, meist unter einem Baum. Wir gewinnen nur langsam an H\u00f6he, und doch ist die Fahrt recht anstrengend. Die D\u00f6rfer liegen jeweils am Hang \u00fcber dem Panj, dem Grenzflus zu Afghanistan.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000564_abendstimmung-afghanistan\/\" rel=\"attachment wp-att-86\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-86\" title=\"P1000564_Abendstimmung Afghanistan\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000564_Abendstimmung-Afghanistan-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000564_Abendstimmung-Afghanistan-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000564_Abendstimmung-Afghanistan-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000564_Abendstimmung-Afghanistan.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Abendstimmung \u00fcber Afghanistan<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000476_reto-frieden\/\" rel=\"attachment wp-att-80\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-80\" title=\"P1000476_Reto Frieden\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000476_Reto-Frieden-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000476_Reto-Frieden-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000476_Reto-Frieden-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000476_Reto-Frieden.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000587_muhevolle-rampen-mit-schieben-autoadj\/\" rel=\"attachment wp-att-94\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-94\" title=\"P1000587_m\u00fchevolle Rampen mit Schieben autoadj\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000587_m\u00fchevolle-Rampen-mit-Schieben-autoadj-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000587_m\u00fchevolle-Rampen-mit-Schieben-autoadj-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000587_m\u00fchevolle-Rampen-mit-Schieben-autoadj-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000587_m\u00fchevolle-Rampen-mit-Schieben-autoadj.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die steilen Anstiege sind nicht als Schikane f\u00fcr die Velofahrer angelegt, sondern haben meiner Ansicht nach die Funktion, dass rechts und links davon das Wasser aus der Siedlung z\u00fcgig abfliessen kann. Meist gibt es oberhalb der D\u00f6rfer eine Quelle, oder die Wohngebiete liegen an einem Bergbach, von wo sie das Frischwasser beziehen. F\u00fcr die Bew\u00e4sserung der G\u00e4rten und Felder wird das Abwasser verwendet, oft auch zum Waschen. Die Latrinen befinden sich meist am entferntesten Ende des Gartens oder am Rand des Dorfes. Fliessendes Wasser im Haus haben nur die wenigsten, und wenn, dann ziemlich improvisiert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000492_hotel-erste-nacht\/\" rel=\"attachment wp-att-81\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-81\" title=\"P1000492_Hotel erste Nacht\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000492_Hotel-erste-Nacht-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000492_Hotel-erste-Nacht-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000492_Hotel-erste-Nacht-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000492_Hotel-erste-Nacht.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die erste Nacht verbringen wir in einem sehr einfachen Hotel, das neben einem Sanatorium mit Mineralquellen steht. Da gibts sogar einen Fernseher im Zimmer. Ob er funktioniert h\u00e4tte, haben wir nicht ausprobiert, doch die Dusche mit einem Rinnsal an heissem Wasser nutzen wir gerne.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000517_wachan-panj\/\" rel=\"attachment wp-att-82\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-82\" title=\"P1000517_Wachan Panj\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000517_Wachan-Panj-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000517_Wachan-Panj-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000517_Wachan-Panj-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000517_Wachan-Panj.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr die zweite Nacht lassen wir uns von einem M\u00e4dchen am Strassenrand \u00fcberreden, in ihr Haus zu kommen. Ihre Mutter f\u00fchrt eine bescheidenen Mexmonkhona. \u00dcbersetzt heisst das \u201cHaus f\u00fcr G\u00e4ste\u201d. Als ich frage, ob ich mich waschen k\u00f6nne, begleitet mich die Wirtin durch den Hof in ein Badeh\u00e4uschen aus Stein, das in den Felsen gehauen ist. Ein Ofen steht darin, auf dem man Wasser w\u00e4rmen k\u00f6nnte. Ich ziehe mich aus, versuche auf dem schr\u00e4gen Boden das Gleichgewicht nicht zu verlieren, h\u00e4nge meine Kleider an einem Nagel auf und fange an, mich mit meinem Waschlappen zu waschen. Die Frau gibt mir immer wieder lauwarmes Wasser aus dem mitgebrachten Kessel, sp\u00fclt mich zum Schluss mithilfe einer Konservendose von Kopf bis Fuss ab und hilft mir dann beim Trocknen und Anziehen. Nach einem langen Tag auf staubigen Strassen ist eine Waschgelegenheit eine Wohltat, die man sich zuhause kaum vorstellen kann.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000555_darshai-wirtin-und-nachbarin\/\" rel=\"attachment wp-att-85\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-85\" title=\"P1000555_Darshai Wirtin und Nachbarin\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000555_Darshai-Wirtin-und-Nachbarin-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000555_Darshai-Wirtin-und-Nachbarin-1024x681.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000555_Darshai-Wirtin-und-Nachbarin-300x199.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000555_Darshai-Wirtin-und-Nachbarin.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Links unsere Wirtin, rechts eine Nachbarin<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000546_mazar-piri-ostoni\/\" rel=\"attachment wp-att-83\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-83\" title=\"P1000546_Mazar Piri Ostoni\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000546_Mazar-Piri-Ostoni-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000546_Mazar-Piri-Ostoni-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000546_Mazar-Piri-Ostoni-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000546_Mazar-Piri-Ostoni.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Einer der vielen &#8220;Wallfahrtsorte&#8221; im Wakhantal. Reto spricht mit einem einheimischen F\u00fchrer, der vor ein paar Jahren in die Schweiz eingeladen wurde.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000549_war-am-aletsch\/\" rel=\"attachment wp-att-84\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-84 alignleft\" title=\"P1000549_war am Aletsch\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000549_war-am-Aletsch-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000549_war-am-Aletsch-200x300.jpg 200w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000549_war-am-Aletsch.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Der dritte Tag erwartet uns mit einer unangenehmen \u00dcberraschung: An Retos Vorderrad ist \u00fcber Nacht die Luft entwichen. Das heisst, Rad entfernen, Pneu auf Fremdk\u00f6rper und Schadstellen untersuchen, Schlauch entfernen und wieder pumpen, Loch suchen, Gummi vorbereiten, Flick auftragen, warten, Schlauch und Pneu auf Felge montieren und Rad an Gabel befestigen, fertig pumpen, Druck messen. Ich bin so froh, dass Reto sich um die Velos k\u00fcmmert. Alleine w\u00e4re ich verloren. Ich \u00fcbernehme gerne ein paar kleine Mehrarbeiten mit der W\u00e4sche und dem Essen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000565_zweiter-platten\/\" rel=\"attachment wp-att-87\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-87\" title=\"P1000565_zweiter Platten\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000565_zweiter-Platten-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000565_zweiter-Platten-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000565_zweiter-Platten-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000565_zweiter-Platten.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir sind an diesem Tag beide nicht so recht in Form, ausnahmsweise f\u00fchlt sich diesmal Reto richtig schlapp. Wir kommen auf der schlechten Strasse nicht so recht vorw\u00e4rts, immer wieder erwarten uns steile Anstiege auf sandigem oder lockerem Belag.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000606_unterwegs-vor-ptup\/\" rel=\"attachment wp-att-76\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-76\" title=\"P1000606_unterwegs vor Ptup\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000606_unterwegs-vor-Ptup-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000606_unterwegs-vor-Ptup-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000606_unterwegs-vor-Ptup-300x199.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000606_unterwegs-vor-Ptup.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Unterwegs, kurz vor Ptup<\/em><\/p>\n<p>Das Dorf Ptup, in welchem wir um die Mittagszeit eine Mexmonkhona ansteuern wollen, verpassen wir, und das n\u00e4chste Dorf mit Schlafgelegenheiten ist hoch oben am Berg gelegen. Zum Gl\u00fcck verpassen wir diesen Abzweiger ebenfalls. Zur\u00fcck wollen wir trotz M\u00fcdigkeit nicht, nur vorw\u00e4rts. So erreichen wir nach nur gerade 38 km in fast 4 Stunden das Dorf Yamg. Ein Homstay ist an der Strasse signalisiert. Mit grosser Erwartung suchen wir es auf, und wir werden nicht entt\u00e4uscht. Hinter einem blauen Tor verbirgt sich ein sch\u00f6ner Gem\u00fcsegarten mit einem grossen alten Pamirhaus und angebauten G\u00e4stezimmern. Es hat eine Dusche (zwar nur mit kaltem Wasser) und eine richtige Toilette. Die Leute sind freundlich, einer der S\u00f6hne spricht recht gut englisch. Der Vater ist Leiter des Dorfmuseums, welches dem Sufi-Philosophen, Dichter, Musiker und Astronomen Mubarak Kadam Wakhani gewidmet ist. Wir sind erstmal froh, uns umziehen und waschen zu k\u00f6nnen und uns in einem k\u00fchlen Zimmer, das uns ganz alleine geh\u00f6rt, auszuruhen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000576_afghanistan-autoadjusted\/\" rel=\"attachment wp-att-88\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-88\" title=\"P1000576_Afghanistan autoadjusted\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000576_Afghanistan-autoadjusted-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000576_Afghanistan-autoadjusted-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000576_Afghanistan-autoadjusted-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000576_Afghanistan-autoadjusted.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Da dr\u00fcben ist schon Afghanistan<\/em><\/p>\n<p>Doch dann passiert mir etwas v\u00f6llig Unerwartetes: Als ich die im Vorraum deponierte Lenkertasche aufheben will, sticht mich eine Hornisse. Der Finger schwillt rasch an, doch ich messe dem Vorfall keine weitere Bedeutung bei. Wir ruhen uns erst mal aus und schlafen, obwohl es erst Mitte Nachmittag ist. Erst als ich dann ein paar Stunden sp\u00e4ter unter der Dusche stehe und einen starken Juckreiz der Kopfhaut sp\u00fcre und \u00fcberall am K\u00f6rper rote Flecken entdecke, mache ich mir Sorgen. Die Flecken werden immer gr\u00f6sser und jucken. Es ist fast nicht zum Aushalten. Reto behandelt mich mit Fenistil. Doch es hilft nichts. Zum Gl\u00fcck f\u00e4llt mir ein, dass ich als Notfallmedikament gegen H\u00f6henkrankheit Cortison in meiner Reiseapotheke habe. Meine \u00c4rztin hat mir gesagt, dass dieses auch bei allergischen Reaktionen auf Insektenstiche oder bei Sonnenallergien helfen kann. Doch ich bin nicht sicher, ob dieser Ausschlag jetzt wirklich durch den Stich der Hornisse verursacht wurde. Da ich meine Haus\u00e4rztin nicht erreichen kann, versuche ich es beim 24-Stunden-Telefon der Krankenkasse. Bis die Person am Telefon alle meine Angaben beisammen hat und ich unz\u00e4hlige Fragen beantwortet habe, bin ich mit meinen Nerven ziemlich am Ende. Weitere Minuten verbringe ich am Telefon mit Warten, da auch noch ein Arzt zu meinem Fall konsultiert werden m\u00fcsse. Doch dann erhalte ich den Bescheid, dass ich vom mitgebrachten Prednison sofort 50 mg nehmen solle, morgen dann noch die H\u00e4lfte und \u00fcbermorgen einen Viertel. Wenn es nicht rasch bessere, \u201csolle ich halt einen Arzt aufsuchen\u201d. Ich bin mehr oder weniger beruhigt, nehme das Medikament und warte auf Besserung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000590_staub-adj\/\" rel=\"attachment wp-att-95\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-95\" title=\"P1000590_Staub adj\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000590_Staub-adj-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000590_Staub-adj-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000590_Staub-adj-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000590_Staub-adj.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr morgen haben wir schon Pl\u00e4ne gemacht: wir wollen die heissen Quellen von Bibi Fatima, welche gut 500 m \u00fcber dem Tal gelegen sind, aufsuchen, und am Nachmittag vielleicht das Museum besichtigen. Beim Nachtessen, das mich ein wenig ablenkt, einigen wir uns mit einem Verwandten der Familie \u00fcber den Preis f\u00fcr die Fahrt zum Bad. Er hat einen alten russischen Jeep, den er vor 10 Jahren in Afghanistan gekauft habe.<\/p>\n<p>Obwohl ich noch keine Wirkung des Medikamentes sp\u00fcre, kann ich rasch einschlafen. Als ich erwache, ist der Ausschlag \u2013 oh Wunder! \u2013 v\u00f6llig verschwunden und der Juckreiz ebenfalls. Ich f\u00fchle mich wahnsinnig erleichtert und freue mich jetzt auf die heissen Quellen, auf deren Besuch ich sonst h\u00e4tte verzichten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nach einem feinen Fr\u00fchst\u00fcck mit Milchreis und Zimt werden wir um 9 Uhr abgeholt. Mit uns kommt der Vater, der zusammen mit Tochter und deren Kind in die Gesundheitsstation des Nachbardorfes f\u00e4hrt. Die Frau unseres Wirtes begleitet uns zu den heissen Quellen. Ich bin froh, dass sie dabei ist, so muss ich mich nicht alleine zurecht finden. Die Grotte, in welcher das Tauchbecken liegt, wird direkt von einem m\u00e4chtigen Bergbach mit dem heissen Wasser gespeist. Dieses str\u00f6mt aus verschiedenen nat\u00fcrlichen \u00d6ffnungen, welche wie Duschen benutzt werden k\u00f6nnen. Die Nische ist von alten Schwefelablagerungen in gelben und gr\u00fcnen Schattierungen \u00fcberzogen und sieht wie ein kostbarer alter Emailschmuck aus. Das Wasser schmeckt sehr frisch und angenehm. Mir bereitet es grosse Freude, mich unter den heissen Wasserstrahl zu stellen oder im Becken unterzutauchen. Wenn man aufrecht im Becken steht, sp\u00fcrt man die k\u00fchle Bergluft.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg machen wir nochmals Fotos von der Burg, auf die wir vorher mit unserem Fahrer geklettert waren. Die \u00dcberreste von Lehm- und Steinmauern und die runden Wacht\u00fcrme lassen die imposante Anlage aus dem 12. Jahrhundert erahnen.<\/p>\n<p>Als wir am Nachmittag durchs Dorf zum Museum gehen, kommt Regen auf, und es wird merklich k\u00fchler. Ich bin froh, sind wir nicht irgendwo mit dem Velo auf der Strasse unterwegs. Wir warten im Museum das Ende des Regens ab. Das Museum ist einem Sufi-Gelehrten gewidmet, der am Ende des 19. Jahrhunderts im Dorf Yamg gelebt hat. Er hat einen sehr toleranten ismaelitischen Islam gelehrt und war ein vielfach begabter Dichter und Musiker.<\/p>\n<p>Bis morgen sollte das Wetter wieder besser sein, und wir haben nur noch einen kurzen Weg bis Langar vor uns. Dort beginnt dann der Aufstieg zum Kargush-Pass, der mich sicher bis zum letzten fordern wird. Gem\u00e4ss Angaben von anderen Veloreisenden sind die 1500 H\u00f6henmeter \u00fcber etwa 70 km bis zum Pass \u00fcber sehr steile und sandige Passagen zu erk\u00e4mpfen. Doch Nicole, die ich von unserer letztj\u00e4hrigen Reise kenne, hat mir mit einer ausf\u00fchrlichen Wegbeschreibung per SMS Mut gemacht. Nun erwarte ich mit viel mehr freudigen als kritischen Gef\u00fchlen unsere n\u00e4chste Passfahrt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/2012\/08\/05\/unterwegs-im-wakhankorridor\/p1000593_reto-da-vorn-gehts-weiter\/\" rel=\"attachment wp-att-93\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-93\" title=\"P1000593_Reto da vorn gehts weiter\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000593_Reto-da-vorn-gehts-weiter-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000593_Reto-da-vorn-gehts-weiter-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000593_Reto-da-vorn-gehts-weiter-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/pamir2012\/files\/2012\/08\/P1000593_Reto-da-vorn-gehts-weiter.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl ich mich auf die Weiterfahrt durchs Wakhantal freue, f\u00e4llt mir der Abschied von Lalmo schwer. 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