{"id":1846,"date":"2011-10-30T04:44:42","date_gmt":"2011-10-30T04:44:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/?p=1846"},"modified":"2011-10-30T06:09:11","modified_gmt":"2011-10-30T06:09:11","slug":"ausklang-in-bishkek","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/","title":{"rendered":"Ausklang in Bishkek"},"content":{"rendered":"<p>Wir bleiben mehrere Tage in Kochkor und geniessen nochmals ausgiebig den Komfort unseres Guesthouses und die Freundlichkeit unserer Gastgeberinnen. Grosse Ziele haben wir keine mehr und so verbringen wir viel Zeit mit Lesen. Beide haben wir seit Kashgar erstmals wieder B\u00fccher, die wir in Nimm-und-Bring-Bibliotheken der Comunity Based Tourism B\u00fcros in Kirgistan umtauschen k\u00f6nnen. Die Auswahl ist jeweils klein, aber immer wieder finden sich einzelne Perlen darunter. Es bleibt uns auch viel Zeit um \u00fcber unsere Reise nach zu sinnen und Erinnerungen auszutauschen. Von Zeit zu Zeit machen wir einen Spaziergang und schauen uns das Leben auf dem Hauptplatz von Koshkor an. Der fortschreitende Herbst mit den k\u00fchleren Tagen und dem bedeckten Himmel lassen uns jedoch schnell wieder in unsere Herberge zur\u00fcckkehren.<br \/>\nNach einigen Tagen fahren wir dann nach Bishkek. In Anbetracht des Wetters und des zu erwartenden Verkehrsaufkommens in der N\u00e4he der Hauptstadt genehmigen wir uns ein Taxi. In zweieinhalb Stunden sind wir bequem am Ziel, mit dem Fahrrad h\u00e4tten wir drei Tage gebraucht!<br \/>\nEtwa ein Sechstel der 5.5 Millionen Kirgisen leben in Bishkek. Es ist eine junge Stadt, die grossteils w\u00e4hrend der sowjetischen \u00c4ra von Kirgistan gebaut wurde. Breite, von B\u00e4umen ges\u00e4umte Strassen unterteilen die Stadt schachbrettartig. Im Stadtkern hat es viele ehemalige Prunkbauten, die eher durch ihr Masse als ihre architektonischen und baulichen Qualit\u00e4ten beeindrucken. Die vielen P\u00e4rke, die sich zum Teil \u00fcber mehrere Quadrate des Schachbrettes ausdehnen, gefallen uns hingegen sehr. Schade, dass das momentane Wetter nicht gerade zum Verweilen im Freien einl\u00e4dt. In den \u00e4usseren Bezirken wird die Stadt \u00e4rmlicher und l\u00e4ndlicher. Viele kleine H\u00e4uschen, wie man sie von Bildern von russischen D\u00f6rfern kennt, bieten Wohnraum f\u00fcr viele Menschen von Bishkek &#8211; sie bilden einen starken Kontrast zu den grauen, d\u00fcsteren Wohnblocks im Zentrum.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1855\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1030916_grun\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1855\" title=\"P1030916_Gr\u00fcn\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030916_Gr\u00fcn.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030916_Gr\u00fcn.jpg 1920w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030916_Gr\u00fcn-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030916_Gr\u00fcn-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1860\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1030978_schnee\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1860\" title=\"P1030978_Schnee\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030978_Schnee.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030978_Schnee.jpg 1920w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030978_Schnee-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030978_Schnee-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1853\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1030898_rote-schuhe\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1853\" title=\"P1030898_Rote Schuhe\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030898_Rote-Schuhe.jpg\" alt=\"\" width=\"1722\" height=\"1329\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030898_Rote-Schuhe.jpg 1722w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030898_Rote-Schuhe-300x231.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030898_Rote-Schuhe-512x395.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1722px) 100vw, 1722px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1856\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1030922_parsi-bier\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1856\" title=\"P1030922_Parsi Bier\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030922_Parsi-Bier.jpg\" alt=\"\" width=\"1755\" height=\"1442\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030922_Parsi-Bier.jpg 1755w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030922_Parsi-Bier-300x246.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030922_Parsi-Bier-512x420.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1755px) 100vw, 1755px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es gibt zwei gr\u00f6ssere Theater, eine Oper, eine Philharmonie und mehrere grosse Museen in der Stadt, und das kulturelle Leben ist nach unseren Eindr\u00fccken ansprechend und auch abwechslungsreich. Von dem Angebot haben wir bereits Gebrauch gemacht: Vor ein paar Tagen waren wir an einem Tango-Nuevo-Konzert in der Philharmonie. Ein junger russischer Bandoneonist spielte zusammen mit dem Stammorchester Musik von Astor Piazzolla. Das Konzert hat uns und \u2013 dem Applaus nach zu schliessen \u2013  auch dem Publikum sehr gut gefallen. Und das nicht nur wegen der Exotik der Mischung von Zentralasien und argentinischer Musik. Erstaunlich auch die vielen \u00e4lteren Leute im Publikum. Heute Abend waren wir im russischen Theater im Sommernachtstraum von Shakespeare. In der Pause haben wir uns fr\u00fchzeitig verabschiedet, nicht nur wegen der K\u00e4lte im Saal.<br \/>\nWir f\u00fchlen uns in Bishkek recht wohl. Unser Guesthouse befindet sich in einer der l\u00e4ndlicheren Wohngegenden am Rande des Stadtkerns. Das Haus ist neu, sehr sauber und verf\u00fcgt \u00fcber viel warmes Wasser zum Duschen und Waschen. Durch seine Lage sind wir vom teilweise starken Verkehr abgeschirmt. In der N\u00e4he hat es eine Moschee und f\u00fcnf Mal am Tag h\u00f6ren wir den Ruf des Muezzins \u2013 etwas das uns nach der langen Zeit in moslimischen L\u00e4ndern sehr vertraut ist und das wir wahrscheinlich vermissen werden.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1864\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1040002\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1864\" title=\"P1040002\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040002.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040002.jpg 1920w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040002-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040002-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1852\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1040016\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1852\" title=\"P1040016\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040016.jpg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1536\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040016.jpg 2048w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040016-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040016-512x384.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1862\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1040014\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1862\" title=\"P1040014\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040014.jpg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1536\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040014.jpg 2048w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040014-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1040014-512x384.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In unserem Guesthouse treffen wir ein junges welsches Paar, Kilian und Romy. Sie sind mit dem Fahrrad von der Schweiz in die T\u00fcrkei geradelt und dann nach Kirgistan geflogen. Hier hat es ihnen so gut gefallen, dass sie die restlichen drei Monate ihrer Ferien im Land geblieben sind. Wie viele der Velofahrer, die wir unterwegs getroffen haben, waren es ausserordentlich liebensw\u00fcrdige und sympathische Personen, und die fast 40 Jahre Altersunterschied schienen \u00fcberhaupt kein Hindernis zu sein, wenigstens f\u00fcr uns. Woran das wohl liegen mag?<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1859\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1030956_kilian\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1859\" title=\"P1030956_Kilian\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030956_Kilian.jpg\" alt=\"\" width=\"1644\" height=\"867\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030956_Kilian.jpg 1644w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030956_Kilian-300x158.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030956_Kilian-512x270.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1644px) 100vw, 1644px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Temperaturen in Bishkek sagen uns hingegen weniger zu. W\u00e4hrend unseres Aufenthalts ist es zunehmend k\u00e4lter geworden, und in den letzten beiden Tagen hat es gar geschneit. Auch in unserem Zimmer fallen die Temperaturen \u2013 im Moment haben wir noch 12 Grad. So kriechen wir halt ins Bett, wenn&#8217;s geht. F\u00fcr spannende Unterhaltung ist beiden gesorgt. Rosa Maria liest ein Buch von Orhan Pamuk, das in der T\u00fcrkei und Zentralasien w\u00e4hrend der ottomanischen Zeit Ende 16. Jahrhundert spielt. Ich ein Werk des Schweizers Nicolas Bouvier, der Anfangs der F\u00fcnfziger Jahre zusammen mit dem Maler Thierry Vernet in einem Fiat Topolino von der Schweiz nach Kabul gereist ist. Bouvier hat eine beneidenswert unvoreingenommene Art dem Fremden zu begegnen, sehr, sehr offene Augen und macht viele tiefgr\u00fcndige Reflexionen \u00fcber das Reisen \u2013 erstaunlich f\u00fcr seine 23 Jahre. F\u00fcr mich ist das Buch umso interessanter, als ich etwa zwanzig Jahre nach Bouvier teilweise die gleiche Route gemacht habe, und unsere jetzige Reise ebenfalls Bouviers Spuren folgte. Wie ich nachtr\u00e4glich erfahren habe, wurde das Buch von Bouvier von Kilian in der Nimm-und-Bring-Bibliothek unseres Guesthouses zur\u00fcckgelassen, was meine Verbundenheit mit ihm noch verst\u00e4rkt. Im Gegenzug liest Kilian \u201eDer Fremde\u201c von Camus, das ich eben beendet hatte.<br \/>\nAm Anfang unseres Aufenthaltes in Bishkek, bei Temperaturen die noch ertr\u00e4glich waren, haben wir uns noch mal aufgerafft und einen Tagesausflug in die naheliegenden Berge im S\u00fcden unternommen. F\u00fcr eine \u00dcbernachtung im Zelt ist es uns allerdings zu kalt. Bis sich die Sonne verschleiert hat und wir zu frieren beginnen, sind wir dank dem leichten Gep\u00e4ck bereits 1100 m h\u00f6her als Bishkek. Auf dieser Fahrt haben wir eine der wenigen bedrohlichen Begegnungen mit einem Hund. Sonst sind uns diese Tiere in den bereisten L\u00e4ndern bedeutend freundlicher begegnet als ihre Br\u00fcder voriges Jahr in Georgien. Das mag damit zusammenh\u00e4ngen, dass Hunde f\u00fcr strenge Muslime als unreine Tiere gelten und somit weniger Hunde gehalten werden oder herrenlos herumstreunen. Erstaunlich auch, dass viele der hiesigen Hunde sich durch lautes Anschreien abschrecken lassen.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1857\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1030931_ala-archa-kulisse\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1857\" title=\"P1030931_Ala Archa Kulisse\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030931_Ala-Archa-Kulisse.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030931_Ala-Archa-Kulisse.jpg 1920w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030931_Ala-Archa-Kulisse-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030931_Ala-Archa-Kulisse-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1858\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1030936_ala-archa\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1858\" title=\"P1030936_Ala Archa\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030936_Ala-Archa.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030936_Ala-Archa.jpg 1920w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030936_Ala-Archa-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030936_Ala-Archa-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Besonders Rosa Maria findet diese Taktik erfolgversprechend. Ich bin da weniger \u00fcberzeugt und sichere mich gew\u00f6hnlich durch eine zweite, nicht-psychologische Abwehrmassnahme ab.<br \/>\nNachdem wir langsam die wichtigsten Buslinien ins Zentrum kennen, k\u00f6nnen wir uns auch schneller in der Stadt bewegen. Eine grosse finanzielle Belastung ist der Transport nicht: Eine Fahrt kostet 5 Som oder umgerechnet 10 Rappen. Auffallend ist auch, dass viele Junge in den gut besetzten Bussen \u00e4lteren Personen, besonders Frauen, ihren Sitzplatz abtreten. Ein positiver Unterschied zu den meisten der L\u00e4nder die wir w\u00e4hrend unserer Reise besucht haben.<br \/>\nZu unserem Wohlbefinden tr\u00e4gt auch das Verhalten der Automobilisten bei. Erstmals auf unserer Reise gibt es wieder Fahrer, welche bereit sind, den Fussg\u00e4ngern beim \u00dcberqueren der Strasse den Vortritt zu lassen. Was diese zivilisatorische Leistung bewirkt hat, ist uns unklar. Die Verkehrspolizei macht sich praktisch nur mit Geschwindigkeitskontrollen bemerkbar. Ein gr\u00f6sseres Unfallrisiko stellt f\u00fcr die Fussg\u00e4nger das Wandern auf den Trottoirs und auf den Fusswegen der Parks dar, vor allem bei Dunkelheit. Fast alle Dohlendeckel fehlen. Wahrscheinlich wurden sie gestohlen und eingeschmolzen. M\u00f6glicherweise hat sie die Stadtverwaltung auch vorsorglich entfernt. Ein gleiches Schicksal haben auch Skulpturen aus Metall erfahren, die Teil einer Ausstellung in einem st\u00e4dtischen Park waren.<br \/>\nIm Gegensatz zu Georgien sind Symbole der sowjetischen Vergangenheit in Bishkek und in Kirgistan \u00fcberhaupt noch viel pr\u00e4senter. Es gibt viele Lenin-Denkm\u00e4ler, Hammer und Sichel sind noch vielerorts im \u00f6ffentlichen Raum zu sehen und die Uniformen der Milit\u00e4rs wecken Erinnerungen an fr\u00fchere Zeiten. Auch die russische Sprache ist noch sehr verbreitet. Diese Sprache wird offensichtlich nicht nur von den etwas mehr als 10 % noch hier lebenden Russen verwendet.  Auch sind die meisten Radio- und Fernsehsendung in Russisch.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1861\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/10\/30\/ausklang-in-bishkek\/p1030998\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1861\" title=\"P1030998\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030998.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030998.jpg 1920w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030998-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/10\/P1030998-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><br \/>\nMorgen finden in Kirgistan Pr\u00e4sidentschaftswahlen statt. Das anf\u00e4ngliche Feld von \u00fcber 20 Kandidaten hat sich in der Zwischenzeit etwas gelichtet und es sind meines Wissens noch etwa 16 Leute im Rennen, alles M\u00e4nner (die \u00dcbergangspr\u00e4sidentin war eine Frau!). Der augenscheinlichste Unterschied der Bewerber liegt f\u00fcr uns in der Kopfbedeckung: Die einen tragen einen der typischen Kirgiesenh\u00fcte, ein paar M\u00fctzen hochrangiger Milit\u00e4rs und der Rest ist barh\u00e4uptig. Nach Presseberichten hat es auch Sportler mit Ambitionen dabei, einen Boxer und einen Billardspieler. Beunruhigender an der Situation ist hingegen die Tatsache, dass etliche der Kandidaten auf die ethnische oder nationalistische Karte setzen. In Anbetracht des schweren Konfliktes zwischen \u201erichtigen\u201c Kirgisen und der usbekischen Minderheit im Land, der letztes Jahr ein paar hundert Tote forderte, ein sehr riskantes Spiel. Im Anheizen von Spannungen zwischen weiteren Volksgruppen und unterschiedlichen Landesregion liegt anscheinend eine verf\u00fchrerische Verlockung zur politischen Profilierung. Hoffentlich tr\u00e4gt das kalte Wetter zur Abk\u00fchlung der Gem\u00fcter bei!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir bleiben mehrere Tage in Kochkor und geniessen nochmals ausgiebig den Komfort unseres Guesthouses und die Freundlichkeit unserer Gastgeberinnen. Grosse Ziele haben wir keine mehr und so verbringen wir viel Zeit mit Lesen. 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