{"id":1366,"date":"2011-07-30T14:57:45","date_gmt":"2011-07-30T14:57:45","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/?p=1366"},"modified":"2011-08-31T14:53:06","modified_gmt":"2011-08-31T14:53:06","slug":"meine-freundin-gulia","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/","title":{"rendered":"Meine Freundin Gulia"},"content":{"rendered":"<p>In Khorog leide ich wieder unter Bauchkr\u00e4mpfen und Durchfall, obwohl ich sehr w\u00e4hlerisch war in Bezug auf das, was ich mir zu essen erlaube. In den folgenden 5 Tagen halte ich mich ziemlich streng an meine \u201eReisdi\u00e4t\u201c: 3 x pro Tag ganz lange gekochten Reis, nur mit Wasser und Salz, ohne Milch, ohne Butter. Wir bleiben ein paar weitere Tage in Khorog, wo es uns im Guesthouse von Laalmo recht gut gef\u00e4llt. Ihre Schwester, eine Schneidermeisterin, die wegen ihrer an Epilepsie leidenden Tochter nach Moskau gezogen war, verbringt gerade nach 5 Jahren zum ersten Mal einen Heimaturlaub. Ich profitiere und lasse mir von ihr mit dem in Dushanbe von unserer Zimmerwirtin geschenkten Stoff ein Kleid mit passender Hose n\u00e4hen, so wie es hier die meisten Frauen tragen. Ich probiere ein paar Kleider, dann nimmt man Mass an mir, legt den Stoff auf dem Boden zurecht und schon werden die notwendigen Teile \u201efreih\u00e4ndig\u201c zugeschnitten. Am Abend folgt die Anprobe und am folgenden Tag kann ich das fertige Ensemble entgegennehmen. Als ich den Preis h\u00f6re, kann ich fast nicht glauben, dass die Schneiderin nur 40 Somoni verlangt (das sind weniger als 10$). Ich gebe ihr erstmal 50 Somoni und spreche mit ihrer Schwester, die das Guesthouse f\u00fchrt und englisch kann. Ihr musste ich am Vortag 80 Somoni f\u00fcrs W\u00e4schewaschen zahlen. Klar war es sehr viel W\u00e4sche, die sich in den 9 Tagen seit Duschanbe angesammelt hatte. (Laalmo berechnet f\u00fcr ein grosses Kleidungsst\u00fcck 4, f\u00fcr ein kleines 2 Somoni.) Ich gebe der Schneiderin nochmals Geld und schenke ihr eines der aus der Schweiz mitgebrachten Seident\u00fccher, was sie sichtlich freut.<\/p>\n<p>Da es mir inzwischen besser geht, ich aber noch immer auf den verkochten Reis angewiesen bin, den ich unterwegs nicht selber machen kann (zu lange Kochzeit, zu viel Brennstoffverbrauch), verschieben wir die Weiterfahrt um ein paar Tage. Wir unternehmen einen Ausflug mit Bus und Taxi ins Shakdhara-Tal und schlafen zwei N\u00e4chte in einem primitiven Homestay auf 3470 m in Jawshangoz. F\u00fcr die Hinreise ben\u00f6tigen wir fast den ganzen ersten Tag. Bis Roshtkala (d.h. \u201eRote Burg\u201c, benannt nach dem Fort oberhalb des Dorfes, welches jedoch zerst\u00f6rt wurde) hat es viele D\u00f6rfer, die mit Kleinbussen ab Khorog erreichbar sind. Doch f\u00fcr die restlichen ca. 80 km bis Jawshangoz m\u00fcssen wir einen ortskundigen Fahrer mit einem vertrauenserweckenden Fahrzeug finden und entsprechend tief in die Taschen greifen. Man muss lange und geduldig verhandeln, wenn man nicht das doppelte oder mehrfache des angemessenen Preises bezahlen will. Doch was ist \u201eangemessen\u201c? Das Benzin ist sehr teuer. Die Strassen sind extrem schlecht. Fahrten in diese abgelegenen Regionen sind auch f\u00fcr die Fahrzeuge mit Risiken verbunden. Platte Reifen sind an der Tagesordnung, und so wird oft mehr als nur ein Ersatzrad mitgenommen. Wir werden mit einem jungen Minibusfahrer einig, der uns vom Buschauffeur nach Roshtkala empfohlen worden ist. Was folgt, ist wahrscheinlich das \u00e4usserste, was dieses Fahrzeug zu leisten vermag: Die Strasse ist oft unwahrscheinlich steil, f\u00fchrt \u00fcber groben Schotter und durch Bachbetten. Wir sind \u00fcber drei Stunden unterwegs, bis wir Jawshangoz erreichen, wo ein paar Bauernfamilien leben. Eine von ihnen f\u00fchrt ein Homestay, dessen Aufbau, Organisation und Ausbildung vor ein paar Jahren innerhalb eines EU-Projektes abgeschlossen wurde.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1369\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/02_p1170271_firichtamo_homestay\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1369\" title=\"02_P1170271_Firichtamo_Homestay\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/02_P1170271_Firichtamo_Homestay.jpg\" alt=\"\" width=\"3072\" height=\"1728\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/02_P1170271_Firichtamo_Homestay.jpg 3072w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/02_P1170271_Firichtamo_Homestay-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/02_P1170271_Firichtamo_Homestay-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 3072px) 100vw, 3072px\" \/><\/a><br \/>\nDer grosse Stolz von Firichtamo ist eine Solaranlage, dank welcher die Dusche im Badh\u00e4uschen \u00fcber heisses Wasser verf\u00fcgt. Die Leute hier leben extrem einfach. Kartoffeln sind wahrscheinlich das einzige, was in dieser H\u00f6he noch geerntet werden kann. Dazu kommt Fleisch, Milch, Butter, Joghurt und K\u00e4se von den K\u00fchen. Zwiebeln, Reis, Mehl und Hefe (f\u00fcr das Fladenbrot, welches jede Familie alle paar Tage selber b\u00e4ckt) werden wahrscheinlich bei den seltenen Fahrten ins Tal in grossen Mengen beschafft.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1368\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/01_p1170178_gulia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1368\" title=\"01_P1170178_Gulia\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/01_P1170178_Gulia.jpg\" alt=\"\" width=\"3072\" height=\"1728\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/01_P1170178_Gulia.jpg 3072w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/01_P1170178_Gulia-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/01_P1170178_Gulia-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 3072px) 100vw, 3072px\" \/><\/a><br \/>\nReto und ich unternehmen am sp\u00e4teren Nachmittag einen ausgedehnten Spaziergang, auf welchem uns Gulia begleitet. Ob sie die Tochter oder Enkelin von Firichtamo ist, kann ich nicht ausfindig machen. Sie ist etwa 4-j\u00e4hrig, aufgeweckt, anf\u00e4nglich etwas reserviert, doch bald sehr zug\u00e4nglich und anh\u00e4nglich, \u00fcbersch\u00e4umend fr\u00f6hlich und neugierig, doch manchmal auch sehr ernst und nachdenklich. Wir zwei verstehen uns schnell recht gut, wenn es um allt\u00e4gliche einfache Dinge geht. Doch ich m\u00f6chte zu gerne auch verstehen, was mir Gulia ab und zu mit vielen Worten und in langen S\u00e4tzen erz\u00e4hlt.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1371\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/04_p1170187_gulia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1371\" title=\"04_P1170187_Gulia\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/04_P1170187_Gulia-288x512.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"512\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/04_P1170187_Gulia-288x512.jpg 288w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/04_P1170187_Gulia-168x300.jpg 168w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/04_P1170187_Gulia.jpg 1728w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/a> <a rel=\"attachment wp-att-1370\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/03_p1170171_gulia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1370\" title=\"03_P1170171_Gulia\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/03_P1170171_Gulia-288x512.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"512\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/03_P1170171_Gulia-288x512.jpg 288w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/03_P1170171_Gulia-168x300.jpg 168w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/03_P1170171_Gulia.jpg 1728w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/a><br \/>\nW\u00e4hrend Reto schon weit voraus den Berg hinaufgestiegen ist, bleibe ich mit Gulia auf einem grossen Stein sitzen. Sie schaut mich mit m\u00fcden Augen an und ich verstehe, dass es Zeit ist, zum Haus zur\u00fcckzukehren.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1380\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/041_p1170194_gulia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1380\" title=\"041_P1170194_Gulia\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/041_P1170194_Gulia-512x288.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"288\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/041_P1170194_Gulia-512x288.jpg 512w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/041_P1170194_Gulia-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ob die Anstrengung f\u00fcr das kleine M\u00e4dchen zu gross war? Doch unten angekommen, spielt Gulia wieder \u00fcberm\u00fctig mit mir und kann sich vom Kichern und Lachen kaum erholen. Immer wieder will sie, dass ich sie kitzle, oder mich von hinten anschleichen und erschrecken lasse.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1375\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/08_p1030048_gulia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1375\" title=\"08_P1030048_Gulia\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/08_P1030048_Gulia-512x384.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/08_P1030048_Gulia-512x384.jpg 512w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/08_P1030048_Gulia-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/08_P1030048_Gulia.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag gehen Reto und ich nochmals den gleichen Weg, doch weiter in die H\u00f6he bis auf 4000\u00a0m. So hoch sind wir auf unserer Reise noch nie gekommen.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1374\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/07_p1030055_auf_4000\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1374\" title=\"07_P1030055_auf_4000\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/07_P1030055_auf_4000-512x384.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/07_P1030055_auf_4000-512x384.jpg 512w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/07_P1030055_auf_4000-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/07_P1030055_auf_4000.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Siesta auf 4000 m.\u00fc.M.<\/em><br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1373\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/06_p1170243_reto_auf_4000\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1373\" title=\"06_P1170243_Reto_auf_4000\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/06_P1170243_Reto_auf_4000-512x288.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"288\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/06_P1170243_Reto_auf_4000-512x288.jpg 512w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/06_P1170243_Reto_auf_4000-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><em><br \/>\nKartenstudium auf 4000 m.\u00fc.M.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><a rel=\"attachment wp-att-1372\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/05_p1170225_marxengels\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1372\" title=\"05_P1170225_Marx&amp;Engels\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/05_P1170225_MarxEngels-512x288.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"288\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/05_P1170225_MarxEngels-512x288.jpg 512w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/05_P1170225_MarxEngels-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Pik Marx und Pik Engels<\/em><\/p>\n<p>Wir geniessen die herrliche Aussicht auf die Fast-Siebentausender Pik Marx und Pik Engels und schauen sehnsuchtsvoll nach S\u00fcden Richtung Hindukusch und Afghanistan. Noch haben wir nicht entschieden, welche Route wir nach Murghab fahren werden. Die S\u00fcdroute \u00fcber das Wakhan-Tal oder die direkte auf der M41 (\u201ePamir-Highway\u201c), welche k\u00fcrzer ist und viel einfacher zu fahren w\u00e4re. Da ich noch immer geschw\u00e4cht bin, kann ich mich nicht entscheiden. Ich halte mich weiterhin an die Reisschleimdi\u00e4t. Das ist zum<br \/>\nGl\u00fcck etwas, das sie auch in Jawshangoz f\u00fcr mich kochen.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1376\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/09_p1170285_gulia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1376\" title=\"09_P1170285_Gulia\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/09_P1170285_Gulia-512x288.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"288\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/09_P1170285_Gulia-512x288.jpg 512w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/09_P1170285_Gulia-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Wo wird Gulia in zwei-drei Jahren in die Schule gehen?<\/em><\/p>\n<p><em><\/em>Am zweiten Abend verhandeln wir stundenlang \u00fcber einen R\u00fccktransport ins Tal. Am n\u00e4chsten Morgen stellen wir dann fest, dass mit uns das \u201ehalbe Dorf\u201c nach Khorog fahren will und ich quetsche mich zusammen mit zwei Frauen, zwei Kindern und einem Mann auf die hintere Sitzbank des alten russischen Jeeps.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1377\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/10_p1170290_gulia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1377\" title=\"10_P1170290_Gulia\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/10_P1170290_Gulia-512x340.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"340\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/10_P1170290_Gulia-512x340.jpg 512w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/10_P1170290_Gulia-300x199.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/10_P1170290_Gulia.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><br \/>\nZu meiner Freude ist auch Gulia mit dabei, die auf meinem Schoss sitzt und bald in meinen Armen einschlafen wird. Hinter der Sitzbank sitzen zwei weitere M\u00e4nner, vor uns der Fahrer und neben ihm Reto, der auf der ganzen Fahrt den Schalthebel f\u00fcr die Differenzialsperre festhalten muss, damit diese nicht versehentlich herausspringt. Die Reise ins Tal wird nicht nur wegen der engen Platzverh\u00e4ltnisse und der schlechten Strasse zur Strapaze, sondern auch, weil der Jeep offensichtlich schon lang nicht mehr gefahren wurde und sich ein Defekt je l\u00e4nger je mehr bemerkbar macht. Die Befestigung des linken Hinterrades l\u00f6st sich langsam, und die Pausen, in welchen die Schrauben wieder angezogen werden m\u00fcssen, werden immer h\u00e4ufiger.<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1378\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/12_p1170305_pannenhalt\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1378\" title=\"12_P1170305_Pannenhalt\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/12_P1170305_Pannenhalt-512x288.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"288\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/12_P1170305_Pannenhalt-512x288.jpg 512w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/12_P1170305_Pannenhalt-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Einer der vielen Pannenhalte auf dem Weg ins Tal<\/em><\/p>\n<p>Kaum auszumalen, was auf dieser auch so schon gef\u00e4hrlichen Strasse passieren k\u00f6nnte, wenn wir ein Rad verl\u00f6ren. Nach ca. 70\u00a0km und \u00fcber 4 Stunden kommen wir endlich in ein Dorf, welches \u00fcber eine Busverbindung mit Roshtkala verf\u00fcgt. Beim n\u00e4chsten Pannenhalt verabschieden wir uns und steigen in einen Minibus um. Noch oft fragen wir uns in den n\u00e4chsten Tagen, wie die Fahrt f\u00fcr die Leute aus Jawshangoz wohl geendet hat, ob sie auch alle heil unten im Tal angekommen sind und wie sie sie R\u00fcckreise in ihr 1500\u00a0m h\u00f6her gelegenes Dorf bewerkstelligt haben. Und noch h\u00e4ufiger denke ich an meine kleine Freundin Gulia, die mir so ans Herz gewachsen ist. Ich sehe sie am Fenster unseres Busses, wie sie mir auf dem Arm der Mutter zum Abschied winkt. Wie sieht wohl ihre Zukunft aus? Was wird wohl aus ihr werden?<br \/>\n<a rel=\"attachment wp-att-1379\" href=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/2011\/07\/30\/meine-freundin-gulia\/13_p1170317_gulia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1379\" title=\"13_P1170317_Gulia\" src=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/13_P1170317_Gulia.jpg\" alt=\"\" width=\"3072\" height=\"1728\" srcset=\"http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/13_P1170317_Gulia.jpg 3072w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/13_P1170317_Gulia-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.ismus.ch\/wordpress\/iran\/files\/2011\/08\/13_P1170317_Gulia-512x288.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 3072px) 100vw, 3072px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Khorog leide ich wieder unter Bauchkr\u00e4mpfen und Durchfall, obwohl ich sehr w\u00e4hlerisch war in Bezug auf das, was ich mir zu essen erlaube. 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